Montag 06. Februar 2012 Kontakt Letzte Änderung: 08. März 2010

Farbenspiel in der Zwinglikirche

50 Jahre Markuskirche

Zwinglikirche Grenchen

Markuskirche Bettlach

Orgeln der Zwinglikirche

Glocken der Zwinglikirche

Uhrwerk der Zwinglikirche

Zwinglihaus Grenchen

Sigriste

So finden Sie die Grenchner Zwinglikirche . . .

. . . und so die Markuskirche in Bettlach.

Archiv

Uhrwerkrevision in der Zwinglikirche

Glockenstuhlrevision in der Zwinglikirche

Hugenottenkreuz in der Zwinglikirche

 

Farbenspiel in der Zwinglikirche

Bilder von Eugen Zumbrunn (Schnottwil), aufgenommen am 7. März 2010 um 17.45h während eines Konzerts in der Zwinglikirche

50. Geburtstag der Markuskirche

Vor 50 Jahren, am 24. Mai 1959, wurde die Markuskirche eingeweiht. Zum Jubiläumsgottesdienst gab es am Sonntag eine Festpredigt und musikalische Begleitung.

KASPAR HAUPT am 26. Mai 2009 im «GRENCHNER TAGBLATT»

Kirchgemeindepräsident Rolf Enggist war angesichts des Aufmarsches zum Jubiläumsgottesdienst in der Markuskirche Bettlach überwältigt. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher kamen, um den 50. Geburtstag der Markuskirche zu feiern. «Seit 114 Jahren gehören wir zusammen», sagte Enggist. Er meinte die Reformierten aus Bettlach und Grenchen. 1575 Mitglieder stelle aktuell das Dorf Bettlach und 4990 die Stadt Grenchen. Das könne manchmal zu Unterschieden in den Meinungen führen, denn das Zusammenleben in einer Stadt oder einem Dorf funktioniere anders. «Der Kreis Markus ist für mich keine Minderheit», betonte er, «sondern ein wichtiger Bestandteil in unserer Kirchgemeinde, und wir werden weiterhin ‹zusammen gehen›, wir, die Kirchgemeinde Grenchen-Bettlach.»

Schlichte und luftige Bauform

 Die Jubilarin, die Markuskirche, sei mit ihrer schlichten, luftigen und doch schutzversprechenden Zeltform und dem schlanken Glockenträger ein Wahrzeichen für Bettlach, betonte Gemeindepräsident Hans Kübli, der dem Geburtstagsfest als OK-Präsident vorstand.

«Die Markuskirche unterscheidet sich äusserlich, optisch und auch symbolisch deutlich vom anderen Wahrzeichen, von ihrer Schwester, der katholischen St.-Klemenzkirche, die eher an eine feste und sichere Burg erinnert.» Wenn man sich mit beiden Bauwerken befasse, sie betrete und einen Gottesdienst miterlebe, stelle man mehr und mehr Gemeinsamkeiten fest. Beide Kirchen würden ein spezielles Raumempfinden vermitteln, das den Besucher sehr schnell in seinen Bann ziehe.

In den Reigen der Redner reihte sich auch Regierungsrat Klaus Fischer ein. «Die Gesellschaft braucht nach wie vor die Kirche», stellte er fest. Er sehe in der Markuskirche einen Ort der Zuflucht, da deren Zeltform mit dem tief heruntergezogenen Dach Ruhe und Frieden ausstrahle. Dort sei ein Gegenpol zum hektischen Materialismus.

Was ist die Zukunft der Kirche?

Synodalrat Andreas Zeller wies darauf hin, wie wichtig es sei, zwischen dem theologischen Begriff «Volkskirche» und einem soziologischen Ansatz zu unterscheiden. «Die Zukunft unserer Kirche» so Zeller, «hängt wesentlich davon ab, wie wir Volkskirche sein können und wollen; was wir als unseren Grundauftrag ansehen, und was wir in die Tat umsetzen wollen.»

Pfarrer Roland Stach hatte ein Heimspiel. Er erinnerte daran, dass sich die Welt seit 1959 nachhaltig verändert hat, obwohl es sich um eine kurze Zeitspanne handle. In der Globalisierung sei die Kirche ein Synonym für Gemeinsamkeit. Sie sei weder Verein noch Partei, sondern der Ort, wo Gottes Wort verkündet wird.

Aufruf zur Mithilfe

Das Schlusswort des festlichen Anlasses war dem Grenchner Stadtpräsidenten vorbehalten. Boris Banga zitierte aus dem Evangelium nach Matthäus «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst», und aus Jeremia, dessen Hauptstelle heisse: «Suchet der Stadt Bestes». Ein Traum von ihm gehe so weit, dass die Mitbürger öffentliche und private Einrichtungen wie ihr Eigengut behandeln und nicht zerstören oder beschädigen.

Musikalisch bereicherte der Markus-Chor den Jubiläumsgottesdienst. Die Sopranistin Norma Lerer sang unter der Leitung von Daniel Beriger die «Drei geistlichen Lieder» von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Mit rassiger Musik empfing die Musikgesellschaft Bettlach die Festgottesdienstbesucher. Die vom Turnverein Bettlach festlich gedeckte Tafel war bereit für weltliche Nahrung. Den Festakt umrahmte musikalisch schliesslich der Jodlerklub Bettlach.

(Foto von links: Roland Stach, Andreas Zeller, Hans Kübli, Klaus Fischer, Rolf Enggist.)

Zwinglikirche Grenchen

Zwinglikirche     Glasfenster     Glasfenster

Nicht mit bedeutenden Kunstwerken kann die Grenchner Zwinglikirche aufwarten. Sie beeindruckt aber durch ihre protestantische Schlichtheit im neuromanischen Stil! Ihr Erbauer war der Architekt Karl Indermühle (1877-1933). Er hat die Friedenskirche Bern einige Jahre zuvor im fast identischen Stil erbaut.

Die drei runden Fenster in der Eingangsfront auf der Westseite der Kirche wurden vom heimischen Glasmaler Max Brunner (1910-2007) geschaffen. Sie stellen die im Christentum bekannten Symbole Fisch, Lamm und Taube dar.

Drei Fenster! Zufall oder Absicht des Architekten? Bewusstes oder gefühlsmässiges Anlehnen an die Dreieinigkeit?
Die Fenster sind gleichsam eine Rückenstärkung der Gemeinde - beim Verlassen der Kirche in Gedanken mit auf den Heimweg zu nehmen.
Der Fisch war das Erkennungszeichen der unter den römischen Kaisern verfolgten Christen.

Markuskirche Bettlach

 Die Kirche, von Architekt Charles Kleiber aus Moutier erbaut, stellt mit dem tief heruntergezogenen Dach ein Zelt dar.
Das Volk Israel - nicht erst der Mensch des Reisezeitalters! - lebte im Zelt, feierte dort Gottesdienst - immer bereit, zu neuen Zielen aufzubrechen.

Glasfenster Markuskirche Bettlach [47K]"Die Kirche" - so steht es in der rechten oberen Ecke des grossen Glasfensters auf der Südseite. Max Brunner (1910-2007) brauchte ein altes Symbol, um die Kirche darzustellen: das Schiff.
Kirche hat sich zu bewähren, hat unbeirrt und unbekümmert das Ziel anzusteuern - wie dieses Schiff.
Ein Anker ist da, ein Steuer. Die Taube - Symbol für die Gegenwart des Heiligen Geistes - begleitet das Schiff. Nur mit dieser Begleitung wird die Fahrt nicht zur Irrfahrt.
(Bild zum Vergrössern bitte anklicken.)

Orgeln der Zwinglikirche

Orgel [28K]Hauptwerk
Bourdon 16', Prinzipal 8', Suavial 8', Gedackt 8', Spitzflöte 8', Oktav 4', Sesquialtera 2f, Doublette 2', Mixtur 4f 1-1/3, Zimbel 3f 1', Trompete 8'
Oberwerk
Flöte 8', Prestant 4', Flöte 4', Nasard 3', Schwiegel 2', Terz 1-1/3', Scharf 4f. 2', Oboe 8', Tremulant
Brustwerk
Copel 8', Prinzipal 4', Rohrflöte 4', Oktav 2', Terz 1-3/5', Larigot 1', Dulcian 8'
Pedalwerk
Mechanische Traktur. Kopplungen: OW-HW, HW-P, OW-P. Spielhilfen: Wechseltritte für HW Mixtur, Trompete, OW Scharf, P Posaune, Zinke. Plenumtritt HW Prinzipal 8'. Oktav 4', Doublette 2', P Subbass 16', Oktav 8'.

Die Orgel entstand 1981 bei der Walliser Orgelbaufirma Füglister in Grimisuat bei Sion. Die Verzierungen des Prospekts wurden im Lötschental aus Arvenholz geschnitzt.

Fernwerk: Am 8./9. November 1997 wurde über dem Mittelschiff der Zwinglikirche ein Fernwerk eingeweiht mit sechs veränderbaren Schallöffnungen. Die digitale und berührungsfreie Steuerung des Orgelwerks durch Hallsensoren war Examensarbeit von Christoph Boos an der Ingenieurschule Biel (1986).

Disposition: Prinzipal 8', Rohrgedackt 8', Salizional 8', Oktav 4', Boosflöte 4', Flageolet 2', Vox Angelica 8', Dulcian 16', Hubertus 8' (Trompete), Musette 8'. Pedal: Brummel 32' (Untersatz).

Glocken der Zwinglikirche

GlockenDie vier Glocken der Zwinglikirche tragen die Namen der Evangelisten:

Matthäus 5'038 kg, Ton As, Inschrift "Dem Frieden dien' ich"

Markus 2'412 kg, Ton C, Inschrift "Zum Glauben mahn' ich"

Lukas 1'406 kg, Ton Es, Inschrift "Die Liebe preis' ich"

Johannes 1'070 kg, Ton F, Inschrift "Die Hoffnung weck' ich"

Im Jahre 1927, drei Jahre nach der Fertigstellung der Zwinglikirche, wurden die Glocken, die mit Bahn und Lastwagen aus der Glockengiesserei Rüetschi in Aarau gekommen waren, von den reformierten Schulkindern Grenchens auf den Turm gezogen.

  

ACH DU HEILIGER BIMBAM!

Fast alle Glockengeläute der Schweiz, auch das der Zwinglikirche, hat der Winterthurer Stefan Mittl auf Band verewigt. Er fühlt sich in Kirchtürmen zu Hause. Lesen Sie den Bericht über ihn im Migrosmagazin «Brückenbauer».

Uhrwerk der Zwinglikirche

Uhrwerk          Stiftertafel
Das mechanische Uhrwerk, 1924 gestiftet von den Uhrenfabrikanten der Stadt, dient heute zur Steuerung der Hammer, die den Stundenschlag ausführen. Die Uhr wird seit einigen Jahren durch Radiolangwellen genauestens bedient.

Zwinglihaus Grenchen

ZwinglihausChristsein kann sich nicht am Sonntag erschöpfen. Im Kirchenraum ist nur ein Teil kirchlichen Lebens möglich: Dank, Lied, Gebet, Verkündigung des Gotteswortes.
Das genügt nicht. Die Begegnung mit den Menschen muss noch andere Räume haben.
Dieses Haus (mit dem grössten Saal der Stadt!), vom Architekten H. P. Bäschlin (*1914) geplant und ausgeführt, schafft die Voraussetzung dazu: Hier treffen sich jede Woche viele hundert Menschen.
Das Zwinglihaus ist reich an Kunstwerken. Peter Travaglini (*1927) aus Büren an der Aare hat - nicht ohne Humor - die Türen, die zum Eintreten einladen, mit Motiven aus der Schöpfungsgeschichte gestaltet.
Walter Emch (1919-1997) aus Grenchen plazierte im Untergeschoss grosse abstrakte Metallfolienbilder zum biblischen Thema "Jesus schickt seine Jüger in die Ernte".
An der Seitenwand des Saales hat W. Emch 1979 sein grösstes Bild geschaffen: das "Siebentagewerk der Schöpfungsgeschichte".

Brunnen am ZwinglihausWasser - Quell des Lebens. Der Brunnen auf dem Platz zwischen Kirche und Zwinglihaus, ebenfalls von Peter Travaglini, wirkt wie ein Stein gewordenes Sinnbild unseres Lebens.
Durch immer grösser werdende Schalen sucht das Wasser seinen Weg. Nicht nur der Mensch ist eingeladen, sich zu erlaben, auch für die Kreatur ist mit dem letzten kleinen Becken gesorgt. Der Lauf des Wassers ist nicht überall ersichtlich und erkennbar. Was getrennt war, findet sich plötzlich wieder, strömt einem Ziel entgegen - ohne Beginn, ohne Ende.

Sigriste in Grenchen und Bettlach

Foto B.S.Walter Bader ist seit dem 1. Juni 2009 Sigrist an der Zwinglikirche.


Foto B.S.Sigrist an der Markuskirche ist Bernhard Sprenger, gelernter Bäcker und Konditor. Entsprechend bekannt ist auch die Küche in Bettlach.