Montag 06. Februar 2012 Kontakt Letzte Änderung: 04. August 2008

Katholisch - Lutherisch - Reformiert

«Vorahnungen kann jeder von uns haben . . »

Grundkurs Reformierte Theologie und Geschichte

Beratung / Lebenshilfe

Eine Verfügung der anderen Art

 

Katholisch - Lutherisch - Reformiert

Versuch einer direkten Gegenüberstellung (Synopse) von Georg Rieger

Thema Katholisch Lutherisch Reformiert
Quelle des Glaubens Bibel und deren Interpretation durch die Kirche Bibel allein Bibel allein
Ziel des Glaubens Der Glaube ist ein Geschenk Gottes. Der Mensch muss dazu beitragen, sein Heil zu erlangen. Der Glaube ist ein Geschenk Gottes. Der Glaube ist ein Geschenk Gottes. Der Mensch soll aus Dankbarkeit Gutes tun.
Zahl und Wirkung der Sakramente 7 Sakramente: Taufe, Eucharistie, Firmung, Ehe, Priesterweihe, Busse, Krankensalbung. In den Sakramenten wirkt Gott selbst. 2 Sakramente: Taufe und Abendmahl. In den Sakramenten wird die Gegenwart Gottes erfahrbar. 2 Sakramente: Taufe und Abendmahl. In den Sakramenten wird die Gegenwart Gottes deutlich
Gottesdienst Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht die Eucharistiefeier. Wortverkündigung und Abendmahl sind gleichwertig. Wortverkündigung (Predigt) steht im Mittelpunkt des Gottesdienstes.
Abendmahl Brot und Wein werden durch den Priester in Fleisch und Blut Jesu Christi gewandelt. Jesus Christus ist in Brot und Wein gegenwärtig. Gottes Geist ist aufgrund der Verwendung von Brot und Wein und der Erinnerung an Jesus Christus beim Abendmahl dabei.
Heiligenverehrung Heilige und deren Abbildungen werden verehrt und als Fürsprecher/innen bei Gott angerufen. Das Lebenswerk «Heilger»wird geachtet und als gutes Beispiel erzählt. Hervorragende Christen werden geachtet. Abbildungen, die der Verehrung dienen, gibt es in Gottesdiensträumen nicht.
Struktur der Kirche Weltkirche mit zentraler Leitung in Rom (Papst); Aufteilung in Bistümer Staats- bzw. Landeskirchen Weitgehende Eigenständigkeit der Gemeinden; Zusammenschluss zu Verbänden oder Kirchen
Amtsverständnis Priester haben aufgrund ihrer Weihe einen besonderen Status. Pfarrer/innen üben das Priestertum aller Gläubigen aus. Pfarrer/innen üben das Priestertum aller Gläubigen aus.
Weltweite Zahl Etwa 700 Millionen Menschen, d.h. etwa 58% der Christen, etwa 23% der Weltbevölkerung 140 Mitgliedskirchen in 78 Ländern 216 Mitgliedskirchen in 107 Ländern

«Vorahnungen kann jeder von uns haben . . »

Von Prophetie, Wahrsagerei und Seelsorge

Kirchenbote: Herr Professor Schmid, was ist der Unterschied zwischen dem alttestamentlichen Propheten Jeremia und Uriella?

 Georg Schmid: Uriella würde antworten, es gebe keinen Unterschied. Damals sei Jeremia das Sprachrohr Gottes gewesen, heute sei sie es. Doch die beiden lassen sich nicht vergleichen: Die Propheten Jeremia und Jesaja erhielten kurze, extrem dichte Botschaften. Uriella hat im Schnitt jeden zweiten Sonntag während zweier Stunden Offenbarungen, in denen sie, ausgehend von ihrem theosophisch-esoterischen Weltbild, ganze Philosophien entwirft. Die biblischen Propheten hingegen reagierten auf gesellschaftliche und politische Situationen in Form einer Botschaft von Gott. Sie wollten, dass das Volk Israel seine Handlungen ändert.

Fehlt der Kirche heute die Prophetie?

Ich glaube nicht. Es gibt durchaus Menschen inner- und ausserhalb der Kirche, die im alttestamentlichen Sinne prophetisch wirken und darauf aufmerksam machen, wo Menschen oder die Gesellschaft sich problematisch verhalten. Die Frage ist eher, wie weit prophetische Stimmen in diesem Sinn gehört werden.

Gehen die Menschen heute öfter zum Kartenleser als früher?

Das Wahrsagen ist eine antizyklische Branche.
Das Wahrsagen ist eine antizyklische Branche: In unsicheren Zeiten gehts den Wahrsagern wirtschaftlich besser als in prosperierenden Phasen. Der gegenwärtige Boom des Wahrsagens hält aber schon über zehn Jahre an.

Warum stehen wir diesen Phänomenen so unkritisch gegenüber?

Viele Menschen gehen durchaus mit Vorbehalten zum Wahrsager und verhalten sich abwartend. Erst vermeintlich positive Erfahrungen, zum Beispiel richtige Antworten, schaffen die Basis eines Vertrauens, das unkritisch werden kann.

Darf man als Christ Karten legen?

Unsere Sonntagschulbildung geht davon aus, dies sei verboten. Doch die Deutung des Wahrsagens in der Bibel ist eine heikle Frage, denn gewisse Methoden werden durchaus positiv gewertet. Saul etwa wurde durch das Losorakel bestimmt, Gideon legte ein Fliess aus und im Neuen Testament folgten die Weisen aus dem Morgenland der Astrologie, um Jesus in der Krippe zu finden. Hingegen verbietet die Bibel zum Beispiel Zeichendeuterei und Totenbeschwörung. Zum Kartenlegen findet sich keine Stelle, da dieses erst aus dem 14. Jahrhundert stammt. Von daher ist die Frage, wie die Bibel das Kartenlegen als Methode werten würde, spekulativ. Betrachtet man jedoch die Absicht, die hinter dem Kartenlegen steht, so zeigt sich, dass sich diese Bemühungen mit dem christlichen Glauben recht schlecht vertragen. Anstelle des Vertrauens auf Gott tritt der ängstliche Blick in die Karten. Ich werde unfrei, wenn ich am Morgen das Haus nicht mehr verlassen kann, ohne mein Tarot konsultiert zu haben. In unserer Beratungspraxis begegnen uns Menschen, die kaum einen Schritt mehr ohne vorgängige Konsultation der Karten machen. Kritische Distanz ist da natürlich keine mehr, und die Gefahr, aufgrund des Wahrsagens falsche Entscheidungen zu treffen, wird riesig. So kann ich mich zum Beispiel völlig unnötigerweise mit ängsten belasten. Eine 35-jährige Frau rief mich an, weil sie ihr erstes Kind erwartete und befürchtete, dieses würde behindert zur Welt kommen. Die medizinischen Untersuchungen brachten nichts dergleichen zu Tage. Dies vermochte die Frau jedoch kaum zu beruhigen: Sie hatte im Alter von 15 Jahren beim Gläserrücken im Klassenlager die Antwort erhalten, sie werde ein behindertes Kind zur Welt bringen. Diese Frau lebte zwanzig Jahre mit der Angst, ihr Kind werde behindert sein. Was als harmlose Spielerei gemeint war, hatte so ziemlich belastende Auswirkungen.

Etliche befürchten, mit der Wahrsagerei böse Mächte oder Dämonen herbeizurufen.

Grundsätzlich muss jede These geprüft werden. Allerdings mache ich die Erfahrung, dass Methoden des Wahrsagens, kritisch betrachtet, nicht funktionieren. Wären böse Mächte oder Dämonen im Spiel, müsste das anders sein - oder aber Dämonen sind wirkungslos.

Was geschieht beim Gläserrücken?

Wenn sich das Glas bewegt, was nur in einer Minderheit der Fälle geschieht, wird es von einem der Teilnehmenden angeschoben, sei es unbewusst oder, wohl weit häufiger, bewusst. «Bschiss» unter Kollegen scheint beim Gläserrücken laut dem, was ich von jungen Menschen höre, äusserst verbreitet zu sein.

Alles Humbug? Denken Sie das Gleiche auch über die Astrologie?

Es gibt keine wissenschaftliche Studie, die belegen würde, dass zwischen der Konstellation der Sterne zum Zeitpunkt der Geburt und dem Charakter ein signifikanter Zusammenhang bestehen würde. Es wurden schon diverse Untersuchungen gemacht, doch ohne Erfolg.

Können sich Millionen Menschen irren? Warum haben so viele das Gefühl, dass ihr Sternzeichen zutrifft?

Ich habe einmal in einer Schulklasse das Geburtshoroskop einer Schülerin vervielfältigt und an alle verteilt, mit der Aufforderung, es kritisch zu prüfen, ob es das eigene sein könnte. Keine der Schülerinnen konnte ausschliessen, dass es nicht das eigene Horoskop sei. In einem Geburtshoroskop finden sich so viele Merkmale, so dass immer etwas zutrifft. Es gibt ähnliche Tests aus Deutschland, die zum gleichen Ergebnis führen.

Glauben Sie, dass es Menschen gibt, die über hellsichtige Begabungen verfügen?

Wenn es stimmt, was führende Parapsychologen sagen, dass nämlich Vorauswissen zwar spontan durchaus vorkommt, aber nicht produziert werden kann, dann haben wir alle diese Begabung - aber eben nicht auf Bestellung. Vorauswissen passiert uns, wird geschenkt - hier liesse sich über eine Verbindung zur alttestamentlichen Prophetie nachdenken. Ob es aber Menschen gibt, die diese Begabung in reicherem Masse haben als andere und häufiger oder gar regelmässig in die Zukunft blicken können, bleibt eine Glaubensfrage. Der seriösen parapsychologischen Forschung ist noch kein solcherart begabter Mensch begegnet und mir in meiner Arbeit auch nicht. Die Wahrsager, die ich konsultiert habe, sind da gut, wo sie Wahrscheinliches sehen - dass ich gern in die Ferien fahre beispielsweise - oder wo sie ihre Menschenkenntnis walten lassen. Von ihren konkreten Prognosen wurde ich bisher hingegen noch jedes Mal enttäuscht. Bei mir stimmt jeweils fast nichts.

Trotzdem: Viele suchen nach wie vor Wahrsager auf. Gibt es Kriterien für gute oder schlechte Hellseher?

Wahrsager unterscheiden sich in ihrem Berufsethos ganz erheblich. Schwarze Schafe - unter Wahrsagern offenbar weit zahlreicher als in anderen Branchen - versuchen, ihre Kundschaft in eine Abhängigkeit zu führen, um sie dann hemmungslos auszunehmen. Hier gilt es, extrem vorsichtig zu sein. Von Telefonwahrsagern mit kostenpflichtigen Servicenummern rate ich grundsätzlich ab - hier habe ich nicht mal die Garantie, dass der Kartenleger wirklich Karten legt und nicht am Computer Patiencen spielt. Der persönliche Eindruck im Gespräch ist ganz wesentlich. Dabei sollte das Honorar für eine Beratung die Summe von 100 Franken nicht wesentlich überschreiten. Besonders aufpassen sollte man, wenn der Hellseher weitere Angebote offeriert und Rituale anbietet, beispielsweise ein Liebesritual, damit der Verflossene zurückkommt. Das ist reine Geldmacherei, funktioniert nicht und kommt einen teuer zu stehen. Solche Rituale können schnell mehrere tausend Franken kosten. Wer Wahrsager kritisch testen will, dem sei geraten: Auf Rückfragen nicht antworten - und, vor allem, zu denselben Fragen immer mehrere Wahrsager konsultieren.

Die meisten, die einen Hellseher aufsuchen, haben konkrete Anliegen, beispielsweise Liebeskummer oder berufliche Schwierigkeiten. Nimmt die Kirche solche Menschen zu wenig ernst?

Alle diese Fragen sind ein Thema der Seelsorge, zumindest hintergründig. Und den Ratsuchenden ist mit einem seelsorgerlichen Gespräch besser gedient. Klar ist aber, dass diejenigen, welche bloss eine konkrete Antwort auf eine spezifische Frage wollen, ohne über die Hintergründe der Frage zu diskutieren, sich auf Seelsorge nicht einlassen werden. Hier zum Schein auf Wahrsagen zu machen, kommt nicht in Frage. Die Kirche ist sich da ihrer Grenzen bewusst. Und ist es nicht so, dass unser Leben recht langweilig würde, wenn alles voraussehbar wäre? Wahrsagen ist auch unter diesem Gesichtspunkt ein fragwürdiges Unterfangen. Was die Kirchen anbieten können, ist nicht der Blick in die Zukunft, sondern der gemeinsame Weg in die Zukunft.

Interview: Tilmann Zuber im St. Galler Kirchenboten, November 2006

Grundkurs "Reformierte Geschichte und Theologie"

Der entstehende Grundkurs Reformierte Geschichte und Theologie verfolgt das Ziel, in einem ersten Teil über grundlegende geschichtliche Stationen und Personen der reformierten Kirchen zu informieren und in einem zweiten Teil wesentliche inhaltliche Positionen reformierter Theologie zu erörtern. Er ist in zwei Teile geteilt:

Teil A: Reformierte Geschichte
Teil B: Reformierte Theologie

Der Kurs hat keine spezielle Zielgruppe. Er soll sowohl interessierten Gemeindegliedern eine Hilfe zur Information geben als auch Theologiestudierenden, die hier manches kompakt auffrischen oder kennenlernen wollen. Aber beispielsweise auch Religionslehrer und Religionslehrerinnen und Pfarrerinnen und Pfarrer sollen hier die Möglichkeit haben, schnell Einblicke zu kommen.

Zur Gestaltung

Der Kurs besteht aus insgesamt 23 Lektionen, die jeweils aus einem fortlaufenden Text bestehen. Eingestreut sind kurze Quellentexte, die in die Gedankenwelt einführen. Unter den Quellentexten kann man sich mit Fragen zu diesem Text verbinden lassen; diese Fragen ermutigen zum Hineindenken. Zwar gibt es bei Textinterpretationen nicht einfach richtige oder falsche Antworten. Dennoch haben wir uns dafür entscheiden, sich knappe Antworten auf die Fragen anzeigen lassen zu können. Damit wollen wir nicht den Eindruck vermitteln, als wäre die von uns gegebene Antwort die einzig mögliche und richtige - sie soll nur auf Linien verweisen, die wir im Text sehen, und Sie nicht gegebenenfalls verwirrt zurücklassen.

 Wir haben nach einigem Überlegen auch entschieden, keine wissenschaftliche Darstellungsform mit Fussnoten etc. zu wählen, sondern eine allgemeinere, die deshalb auch auf Belege und Nachweise weitgehend verzichtet. Sie sind aber recht einfach über andere Literatur zu erschliessen; ausgewählte Literaturhinweise folgen am Ende der jeweiligen Lektionen.


Kontaktaufnahme

Die Lektionen sollen informieren und zur Beschäftigung mit reformierter Geschichte und Theologie einladen. Mit der Form eines Grundkurses im Internet betreten wir neuen Boden. Das macht es für uns schwierig, auf Erfahrungen zurückzugreifen: Der Grundkurs ist ein Experiment. Und deshalb freuen wir uns über Reaktionen, die uns sagen, was gut oder nicht so gut ist und was zu verbessern sein könnte.

Aber auch, wenn Sie zum Kurs fragen haben oder auf Fragen gekommen sind, wenden Sie sich gerne an mich: Georg Plasger. Ich freue mich auf Ihren Kontakt.

Beratung und Lebenshilfe

 Telefon 143: Die Dargebotene Hand ist ein Beratungs- und Begleitangebot für Menschen in schwierigen Lebenslagen.
Ratsuchende jeden Alters, gleich welcher kulturellen Zugehörigkeit, treffen am anderen Ende der Leitung auf einen offenen, einfühlsamen und unvoreingenommenen Menschen, mit dem sie über alles, was sie bewegt, sprechen können.
Wir sind da. Immer.

 Hallopa: Sie sind gerne Vater und möchten Ihren Kindern und Ihrer Partnerin mehr Zeit und Aufmerksamkeit schenken? Sie ringen darum, die Familienfreuden und -pflichten mit dem beruflichen Terminkalender unter einen Hut zu bringen? Falls ja, sind Sie hier richtig!

Verein für Ehe- und Lebensberatung Kanton Solothurn

UND

Beratungsstelle "Ehe - Partnerschaft - Familie" im deutschsprachigen Gebiet der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn:

Wir sind für Sie da, wenn:

  • Sie Ihre Beziehung lebendiger gestalten möchten
  • Sie Ihre Partnerschaft wieder wichtiger nehmen möchten
  • Generationskonflikte Sie unglücklich machen
  • Sie miteinander nicht mehr ruhig reden können
  • Ihre Konflikte häufig in der gleichen Sackgasse enden (z.B. einander anschreien oder anschweigen)
  • Sie lernen möchten, fair miteinander zu streiten
  • Sie sich allein und unverstanden fühlen
  • Zärtlichkeit, Intimität und Sexualität nicht mehr gelebt werden
  • Gefühle der Sinnlosigkeit alles in Frage stellen
  • Ihre Partnerschaft durch eine Aussenbeziehung belastet wird
  • Sie unsicher sind, ob Sie noch zusammenbleiben wollen
  • Trennung und Scheidung sich aufdrängen, Sie aber bestmöglich auseinander gehen wollen
  • während oder nach der Trennung/Scheidung noch viel Unerledigtes für Sie/Ihre Kinder zurückbleibt
  • wenn Sie sich nach einer Trennung/Scheidung schlecht zurechtfinden

Was Sie von uns erwarten können:

  • Wir nehmen die Herausforderung "den Weg finden" gemeinsam mit Ihnen an
  • Wir haben eine fachspezifische Ausbildung
  • Wir arbeiten mit Paaren, Familien und Einzelnen
  • Wir sind gute ZuhörerInnen und haben Verständnis
  • Wir behandeln alle Informationen streng vertraulich
  • Wir helfen Ihnen, Ihre Konflikte selber anzugehen, nach neuen Lösungen und Möglichkeiten zu suchen
  • Wir machen keinen Unterschied bezüglich Konfession, Nationalität, Alters- und Sozialklasse
  • Wir stellen keine Rechnungen, hoffen aber auf einen angemessenen freiwilligen Beitrag

Sie finden uns in jeder Region unserer Landeskirche.

Was Sie von uns nicht erwarten können:

  • Wir wissen nicht alles.
  • Wir haben nicht für jedes Anliegen ein Patentrezept.
  • Wir sind keine Richter und Schiedsrichterinnen, die sagen, wer im Recht oder Unrecht ist.

Familienberatung Solothurn-Leben, Bahnhofstr.55, Grenchen, Tel.032-652 76 45

Beratungsstelle für Alkohol- und andere Suchtprobleme
Bettlachstrasse 8, 2540 Grenchen, Tel. 032 652 29 14
Weissensteinstrasse 33, 4502 Solothurn, Tel. 032 626 56 40/30, Email

Eine Verfügung der anderen Art

Unser Leben gleicht der Reise in ein unbekanntes Land

 Wer auf Reisen geht, wagt etwas, riskiert etwas, traut sich etwas zu. Die Landschaften wechseln: Berge, Bäche, Täler, Wälder, Städte, Meer, es geht bergauf und wieder bergab, fruchtbare Gebiete verwandeln sich in öde Gegenden, enge Schluchten in weite Ebenen. Volle Plätze, freie Plätze, Marktplätze, Campingplätze, Parkplätze, Wohnplätze werden vertraut oder bleiben fremd. So wechseln auch die Begegnungen mit Menschen, sie können für uns zu einem unerwarteten Rastplatz werden.

Im Blick auf das Ende der eigenen Lebensreise kann es wie eine Befreiung sein, wenn wir die äusseren Dinge geregelt und vorgesorgt wissen. Die Angehörigen sind froh, wenn sie unsere Wünsche berücksichtigen können, gerade dann, wenn wir dazu nicht mehr in der Lage sind.

Die Ausführungen der Broschüre »Für den Abschluss meiner Lebensreise« können dabei helfen, einige Dinge in die Wege zu leiten und den erwähnten Personen, Behörden und Institutionen die Bewältigung der aktuellen Situation zu erleichtern.

(nach einem Text der ref. Zürcher Kirche)

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