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| Montag 06. Februar 2012 | Kontakt | Letzte Änderung: 04. August 2008 |
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Katholisch - Lutherisch - Reformiert |
Katholisch - Lutherisch - ReformiertVersuch einer direkten Gegenüberstellung (Synopse) von Georg Rieger
«Vorahnungen kann jeder von uns haben . . »Von Prophetie, Wahrsagerei und SeelsorgeKirchenbote: Herr Professor Schmid, was ist der Unterschied zwischen dem alttestamentlichen Propheten Jeremia und Uriella?
Fehlt der Kirche heute die Prophetie? Ich glaube nicht. Es gibt durchaus Menschen inner- und ausserhalb der Kirche, die im alttestamentlichen Sinne prophetisch wirken und darauf aufmerksam machen, wo Menschen oder die Gesellschaft sich problematisch verhalten. Die Frage ist eher, wie weit prophetische Stimmen in diesem Sinn gehört werden. Gehen die Menschen heute öfter zum Kartenleser als früher? Das Wahrsagen ist eine antizyklische Branche. Das Wahrsagen ist eine antizyklische Branche: In unsicheren Zeiten gehts den Wahrsagern wirtschaftlich besser als in prosperierenden Phasen. Der gegenwärtige Boom des Wahrsagens hält aber schon über zehn Jahre an.
Warum stehen wir diesen Phänomenen so unkritisch gegenüber? Viele Menschen gehen durchaus mit Vorbehalten zum Wahrsager und verhalten sich abwartend. Erst vermeintlich positive Erfahrungen, zum Beispiel richtige Antworten, schaffen die Basis eines Vertrauens, das unkritisch werden kann. Darf man als Christ Karten legen? Unsere Sonntagschulbildung geht davon aus, dies sei verboten. Doch die Deutung des Wahrsagens in der Bibel ist eine heikle Frage, denn gewisse Methoden werden durchaus positiv gewertet. Saul etwa wurde durch das Losorakel bestimmt, Gideon legte ein Fliess aus und im Neuen Testament folgten die Weisen aus dem Morgenland der Astrologie, um Jesus in der Krippe zu finden. Hingegen verbietet die Bibel zum Beispiel Zeichendeuterei und Totenbeschwörung. Zum Kartenlegen findet sich keine Stelle, da dieses erst aus dem 14. Jahrhundert stammt. Von daher ist die Frage, wie die Bibel das Kartenlegen als Methode werten würde, spekulativ. Betrachtet man jedoch die Absicht, die hinter dem Kartenlegen steht, so zeigt sich, dass sich diese Bemühungen mit dem christlichen Glauben recht schlecht vertragen. Anstelle des Vertrauens auf Gott tritt der ängstliche Blick in die Karten. Ich werde unfrei, wenn ich am Morgen das Haus nicht mehr verlassen kann, ohne mein Tarot konsultiert zu haben. In unserer Beratungspraxis begegnen uns Menschen, die kaum einen Schritt mehr ohne vorgängige Konsultation der Karten machen. Kritische Distanz ist da natürlich keine mehr, und die Gefahr, aufgrund des Wahrsagens falsche Entscheidungen zu treffen, wird riesig. So kann ich mich zum Beispiel völlig unnötigerweise mit ängsten belasten. Eine 35-jährige Frau rief mich an, weil sie ihr erstes Kind erwartete und befürchtete, dieses würde behindert zur Welt kommen. Die medizinischen Untersuchungen brachten nichts dergleichen zu Tage. Dies vermochte die Frau jedoch kaum zu beruhigen: Sie hatte im Alter von 15 Jahren beim Gläserrücken im Klassenlager die Antwort erhalten, sie werde ein behindertes Kind zur Welt bringen. Diese Frau lebte zwanzig Jahre mit der Angst, ihr Kind werde behindert sein. Was als harmlose Spielerei gemeint war, hatte so ziemlich belastende Auswirkungen. Etliche befürchten, mit der Wahrsagerei böse Mächte oder Dämonen herbeizurufen. Grundsätzlich muss jede These geprüft werden. Allerdings mache ich die Erfahrung, dass Methoden des Wahrsagens, kritisch betrachtet, nicht funktionieren. Wären böse Mächte oder Dämonen im Spiel, müsste das anders sein - oder aber Dämonen sind wirkungslos. Was geschieht beim Gläserrücken? Wenn sich das Glas bewegt, was nur in einer Minderheit der Fälle geschieht, wird es von einem der Teilnehmenden angeschoben, sei es unbewusst oder, wohl weit häufiger, bewusst. «Bschiss» unter Kollegen scheint beim Gläserrücken laut dem, was ich von jungen Menschen höre, äusserst verbreitet zu sein. Alles Humbug? Denken Sie das Gleiche auch über die Astrologie? Es gibt keine wissenschaftliche Studie, die belegen würde, dass zwischen der Konstellation der Sterne zum Zeitpunkt der Geburt und dem Charakter ein signifikanter Zusammenhang bestehen würde. Es wurden schon diverse Untersuchungen gemacht, doch ohne Erfolg. Können sich Millionen Menschen irren? Warum haben so viele das Gefühl, dass ihr Sternzeichen zutrifft? Ich habe einmal in einer Schulklasse das Geburtshoroskop einer Schülerin vervielfältigt und an alle verteilt, mit der Aufforderung, es kritisch zu prüfen, ob es das eigene sein könnte. Keine der Schülerinnen konnte ausschliessen, dass es nicht das eigene Horoskop sei. In einem Geburtshoroskop finden sich so viele Merkmale, so dass immer etwas zutrifft. Es gibt ähnliche Tests aus Deutschland, die zum gleichen Ergebnis führen. Glauben Sie, dass es Menschen gibt, die über hellsichtige Begabungen verfügen? Wenn es stimmt, was führende Parapsychologen sagen, dass nämlich Vorauswissen zwar spontan durchaus vorkommt, aber nicht produziert werden kann, dann haben wir alle diese Begabung - aber eben nicht auf Bestellung. Vorauswissen passiert uns, wird geschenkt - hier liesse sich über eine Verbindung zur alttestamentlichen Prophetie nachdenken. Ob es aber Menschen gibt, die diese Begabung in reicherem Masse haben als andere und häufiger oder gar regelmässig in die Zukunft blicken können, bleibt eine Glaubensfrage. Der seriösen parapsychologischen Forschung ist noch kein solcherart begabter Mensch begegnet und mir in meiner Arbeit auch nicht. Die Wahrsager, die ich konsultiert habe, sind da gut, wo sie Wahrscheinliches sehen - dass ich gern in die Ferien fahre beispielsweise - oder wo sie ihre Menschenkenntnis walten lassen. Von ihren konkreten Prognosen wurde ich bisher hingegen noch jedes Mal enttäuscht. Bei mir stimmt jeweils fast nichts. Trotzdem: Viele suchen nach wie vor Wahrsager auf. Gibt es Kriterien für gute oder schlechte Hellseher? Wahrsager unterscheiden sich in ihrem Berufsethos ganz erheblich. Schwarze Schafe - unter Wahrsagern offenbar weit zahlreicher als in anderen Branchen - versuchen, ihre Kundschaft in eine Abhängigkeit zu führen, um sie dann hemmungslos auszunehmen. Hier gilt es, extrem vorsichtig zu sein. Von Telefonwahrsagern mit kostenpflichtigen Servicenummern rate ich grundsätzlich ab - hier habe ich nicht mal die Garantie, dass der Kartenleger wirklich Karten legt und nicht am Computer Patiencen spielt. Der persönliche Eindruck im Gespräch ist ganz wesentlich. Dabei sollte das Honorar für eine Beratung die Summe von 100 Franken nicht wesentlich überschreiten. Besonders aufpassen sollte man, wenn der Hellseher weitere Angebote offeriert und Rituale anbietet, beispielsweise ein Liebesritual, damit der Verflossene zurückkommt. Das ist reine Geldmacherei, funktioniert nicht und kommt einen teuer zu stehen. Solche Rituale können schnell mehrere tausend Franken kosten. Wer Wahrsager kritisch testen will, dem sei geraten: Auf Rückfragen nicht antworten - und, vor allem, zu denselben Fragen immer mehrere Wahrsager konsultieren. Die meisten, die einen Hellseher aufsuchen, haben konkrete Anliegen, beispielsweise Liebeskummer oder berufliche Schwierigkeiten. Nimmt die Kirche solche Menschen zu wenig ernst? Alle diese Fragen sind ein Thema der Seelsorge, zumindest hintergründig. Und den Ratsuchenden ist mit einem seelsorgerlichen Gespräch besser gedient. Klar ist aber, dass diejenigen, welche bloss eine konkrete Antwort auf eine spezifische Frage wollen, ohne über die Hintergründe der Frage zu diskutieren, sich auf Seelsorge nicht einlassen werden. Hier zum Schein auf Wahrsagen zu machen, kommt nicht in Frage. Die Kirche ist sich da ihrer Grenzen bewusst. Und ist es nicht so, dass unser Leben recht langweilig würde, wenn alles voraussehbar wäre? Wahrsagen ist auch unter diesem Gesichtspunkt ein fragwürdiges Unterfangen. Was die Kirchen anbieten können, ist nicht der Blick in die Zukunft, sondern der gemeinsame Weg in die Zukunft. Interview: Tilmann Zuber im St. Galler Kirchenboten, November 2006 Grundkurs "Reformierte Geschichte und Theologie"Der entstehende Grundkurs Reformierte Geschichte und Theologie verfolgt das Ziel, in einem ersten Teil über grundlegende geschichtliche Stationen und Personen der reformierten Kirchen zu informieren und in einem zweiten Teil wesentliche inhaltliche Positionen reformierter Theologie zu erörtern. Er ist in zwei Teile geteilt: Teil A: Reformierte Geschichte Der Kurs hat keine spezielle Zielgruppe. Er soll sowohl interessierten Gemeindegliedern eine Hilfe zur Information geben als auch Theologiestudierenden, die hier manches kompakt auffrischen oder kennenlernen wollen. Aber beispielsweise auch Religionslehrer und Religionslehrerinnen und Pfarrerinnen und Pfarrer sollen hier die Möglichkeit haben, schnell Einblicke zu kommen. Zur GestaltungDer Kurs besteht aus insgesamt 23 Lektionen, die jeweils aus einem fortlaufenden Text bestehen. Eingestreut sind kurze Quellentexte, die in die Gedankenwelt einführen. Unter den Quellentexten kann man sich mit Fragen zu diesem Text verbinden lassen; diese Fragen ermutigen zum Hineindenken. Zwar gibt es bei Textinterpretationen nicht einfach richtige oder falsche Antworten. Dennoch haben wir uns dafür entscheiden, sich knappe Antworten auf die Fragen anzeigen lassen zu können. Damit wollen wir nicht den Eindruck vermitteln, als wäre die von uns gegebene Antwort die einzig mögliche und richtige - sie soll nur auf Linien verweisen, die wir im Text sehen, und Sie nicht gegebenenfalls verwirrt zurücklassen.
KontaktaufnahmeDie Lektionen sollen informieren und zur Beschäftigung mit reformierter Geschichte und Theologie einladen. Mit der Form eines Grundkurses im Internet betreten wir neuen Boden. Das macht es für uns schwierig, auf Erfahrungen zurückzugreifen: Der Grundkurs ist ein Experiment. Und deshalb freuen wir uns über Reaktionen, die uns sagen, was gut oder nicht so gut ist und was zu verbessern sein könnte. Aber auch, wenn Sie zum Kurs fragen haben oder auf Fragen gekommen sind, wenden Sie sich gerne an mich: Georg Plasger. Ich freue mich auf Ihren Kontakt. Beratung und Lebenshilfe
Verein für Ehe- und Lebensberatung Kanton Solothurn UND Beratungsstelle "Ehe - Partnerschaft - Familie" im deutschsprachigen Gebiet der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn: Wir sind für Sie da, wenn:
Was Sie von uns erwarten können:
Sie finden uns in jeder Region unserer Landeskirche. Was Sie von uns nicht erwarten können:
Familienberatung Solothurn-Leben, Bahnhofstr.55, Grenchen, Tel.032-652 76 45 Beratungsstelle für Alkohol- und andere Suchtprobleme Eine Verfügung der anderen ArtUnser Leben gleicht der Reise in ein unbekanntes Land
Im Blick auf das Ende der eigenen Lebensreise kann es wie eine Befreiung sein, wenn wir die äusseren Dinge geregelt und vorgesorgt wissen. Die Angehörigen sind froh, wenn sie unsere Wünsche berücksichtigen können, gerade dann, wenn wir dazu nicht mehr in der Lage sind. Die Ausführungen der Broschüre »Für den Abschluss meiner Lebensreise« können dabei helfen, einige Dinge in die Wege zu leiten und den erwähnten Personen, Behörden und Institutionen die Bewältigung der aktuellen Situation zu erleichtern. (nach einem Text der ref. Zürcher Kirche) Download der Broschüre »Für den Abschluss meiner Lebensreise« (Adobe Reader muss installiert sein.) |