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| Montag 06. Februar 2012 | Kontakt | Letzte Änderung: 24. November 2010 |
Reformierte müssen Mitgliederschwund bezahlenDie finanziellen Prognosen für Reformierte Kirchgemeinde von Grenchen und Bettlach sind düster. Der Kirchgemeinderat zeigt sich dennoch zuversichtlich.Patrick Furrer am 24. November 2010 im «Grenchner Tagblatt»
Budget pessimistisch gerechnetUrs Neuhaus, Präsident der Finanzkommission, führte durch den Voranschlag 2011. «Seit die Steuergesetzrevision 2008 in Kraft getreten ist, gibt es immer noch Unsicherheiten über den künftigen Steuerertrag», erklärte er. Immerhin rechnet die Kirchgemeinde fürs nächste Jahr mit 100'000 Franken Mehreinnahmen bei den Steuereinnahmen von Privatpersonen. Gleichzeitig dürfte jedoch ein Minderertrag von knapp 70'000 Franken aus dem Finanzausgleich resultieren. «Angesichts der guten Ergebnisse der letzten Jahre scheint das Ergebnis aber vertretbar.» Für das kommende Jahr rechnet die Kirchgemeinde wieder mit mehr Investitionen. Den grössten Brocken mit 70'000 Franken stellt die Sanierung der Aussentreppe beim Zwinglihaus dar. Wie Kirchgemeinderatspräsident Rolf Enggist erklärte, ist die Erneuerung wichtig, um die Sicherheit auf der bröckelnden Treppe zu gewährleisten. Die gesamten Nettoinvestitionen betragen 100'000 Franken. Es resultiert ein Finanzierungsfehlbetrag von 64250 Franken. Auch der Finanzplan 2011 bis 2014 veranlasst kaum zu Freudensprüngen. «Im Jahr 2012 tritt der zweite Teil der Steuergesetzrevision in Kraft, und wir müssen wieder mit einem tieferen Steuerertrag rechnen», erklärte Urs Neuhaus. 2012 könnte so ein Defizit von über 230'000 Franken resultieren. «Wir hoffen, die effektiven Zahlen werden besser sein», erklärte Neuhaus. Vorgesehen ist, den Steuerfuss bei 12,5 Prozent zu belassen. «Sollte aber keine Besserung einkehren, müssten wir uns Massnahmen überlegen.» Schuld sind auch die AustritteEin Votant bemerkte, dass die schlechten Zahlen auch mit den Kirchenaustritten zu tun hätten. Dem musste Präsident Enggist beipflichten, allerdings erklärte er, dass sich die Austritte bei 40 bis 50 jährlich eingependelt hätten. Aktuell zählt die Kirchgemeinde rund 6'500 Mitglieder. Vor fünf Jahren waren es über 7'100. Man arbeite mit dem Umstrukturierungsprojekt «lebendige Gemeinde» mit Hochdruck daran, die Leute zu bewegen, dass sie sagen: «Da bleibe ich dabei, da laufe ich nicht davon.» Die Projektkosten sind im Budget enthalten. Im Seniorenbereich und der verstärkten Einbindung von Kindern und Jugendlichen habe man erste Erfolge erzielt. Im vergangenen Jahr sind so beispielsweise neue Kinder- und Jugendgruppen entstanden. Budget 2011 und Finanzplan wurden von der Versammlung einstimmig genehmigt. Der Kirchgemeinderat in der Amtsperiode 2009 bis 2013
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