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| Montag 06. Februar 2012 | Kontakt | Letzte Änderung: 20. November 2010 |
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ST. JEAN-DU-GARD Eurovisionsgottesdienst Pfingsten 2010 |
Übertragung des Pfingstgottesdienstes 2010
Assemblée du Désert
Auf den Spuren der HugenottenGemeindereise vom 27. August bis 3. September 2007Zur frühen Morgenstunde trafen sich 24 Personen, reisefreudig und voller Erwartung auf das, was uns diese Woche in den Cevennen alles bringen möge. Ein umfangreiches Programm und die Geschichte der Hugenotten hatten wir schon vorher studieren können, so dass wir gut ausgerüstet die Reise antraten. Die Kühle des Morgens wich bald einer wohltuenden Wärme. Stefan Barcsa, unser Chauffeur, lenkte seinen Car sehr fachmännisch und mit einer ruhigen Fahrweise. So konnten wir die grandiosen, sich immer wieder abwechselnden Landschaften geniessen, währenddessen unser Radiomoderator Rolf von »Canal Cevennol« uns stets auf dem Laufenden hielt über die verschiedenen Regionen und ihre Besonderheiten. Nach diversen Stopps auf Rastplätzen näherten wir uns bald unserem Reiseziel, den Cevennen. Diese Gebirgsregion im Süden Frankreichs bildet einen südlichen Ausläufer des Zentralmassivs. Endlich, nach einer langen Fahrt, lasen wir auf einer Hinweistafel das erste Mal »St. Jean-du- Gard«, und »Canal Cevennol« meldete, dass wir in 20 Minuten unser Reiseziel erreichen würden. Nach dem Zimmerbezug im Hotel wurden wir von einer Delegation der reformierten Kirchgemeinde St. Jean-du-Gard, die seit vielen Jahren enge und freundschaftliche Kontakte mit unserer Gemeinde pflegt, empfangen. Anschliessend wurden wir durch das Städtchen geführt von Françoise Saslawsky, einer äusserst anregenden Persönlichkeit, die sich sehr für die Geschichte von St. Jean-du-Gard interessiert und uns die ersten Eindrücke vom Städtchen vermittelte. Das anschliessende Apéro in der »Presbytère« am ersten Abend sowie das Nachtessen am Mittwochabend waren von einer Innigkeit und Spontaneität geprägt, die bei uns allen unvergessliche Eindrücke hinterliessen, auch in kulinarischer Hinsicht. Die vielen Sehenswürdigkeiten dieser Woche waren: Zum Schluss der Refrain der »Cévennole«: »Esprit qui les fit vivre, Marlene Fink-Krebs Besuch aus St. Jean-du-Gard im April/Mai 2004Kaspar Haupt im »Grenchner Tagblatt« vom 4. Mai 2004 »Las cévennos« und Franzöisch - St. Jean-du-Gard zu Gast bei den Grenchner ReformiertenFür ein Wochenende weilten Vertreter der reformierten Partnerkirchgemeinde aus St.Jean-du-Gard, Frankreich, in Grenchen. Nebst Exkursionen und Besuchen stand auch Geselliges auf dem Programm. Vertreterinnen und Vertreter des Kirchgemeinderates der Partnerkirchgemeinde von der »Eglise Réformée de France«, Paroisse de St. Jean-du-Gard, waren zu Gast in Grenchen. Für den am ersten Mai-Wochenende erwarteten Besuch aus Frankreich hatten die Grenchner ein vielseitiges Programm zusammengestellt. Nach dem Willkomm in der Uhrenstadt galt ein erster Besuch einer zentralen Stätte des reformierten Glaubens, dem Berner Münster. Dabei richtete Synodalrat Pfarrer Andreas Zeller ein Grusswort an die französischen Gäste. Schon der dritte Besuch aus St. Jean-du-Gard bei uns!
Am Samstag war dann eine Führung in der Collégiale und dem Château Neuchâtel vorgesehen. Durch die blauen Juraberge, über die Vue des Alpes, gings ins höchste »Dorf« Europas, nach La Chaux-de-Fonds. Hier wurden die Gäste mit der Zeit und ihrem eleganten Industriedesign konfrontiert. Ein Besuch des Uhrenmuseums stand auf dem Programm. Die Grenchner Begleiterinnen und Begleiter waren stolz, ihren Gästen erklären zu können, dass zwar im französisch sprechenden Jura die Uhrmacherkunst ihre Wiege hatte, aber eben durch die Uhrenmanufaktur das Bauerndorf Grenchen zur Industriestadt im Grünen wurde. Wissenswert und interessant für die Besucher aus St. Jean-du-Gard war auch zu erfahren, dass durch die Uhrmacherei der reformierte Glaube in Grenchen rasche und starke Verbreitung fand. Cevennendialekt kam anHoch auf den Jurahöhen, auf dem Grenchner Oberberg mit Blick von der Wandfluh über das Mittelland, wurde mit einem geselligen Abend der Abschied eingeleitet. Hier bereicherten die Gäste nach einem währschaften Schmaus, wie er auf Berghöfen üblich ist, mit einigen Gesängen den gemütlichen Abend. »La Cévénole«, das traditionelle Lied der Hugenotten, mit dem ein reformierter Gottesdienst in Frankreich endet, und mit einem Vortrag im Dialekt »las cévennos«, ernteten die Gäste riesigen Applaus. Selbst die des Französischen mächtigen Grenchnerinnen und Grenchner hatten Mühe mit dem Verstehen der Worte. Auch in einer Uhrenstadt enteilt die Zeit. Nach dem sonntäglichen Besuch des Konfirmationsgottesdienstes im Kreis Süd bei Pfarrer Samuel Wendel hiess es Abschied nehmen. Pfarrerin Christine Mielke-Gurio aus St. Jean-du-Gard betonte im Namen der Gruppe: »Die Tage in Grenchen werden uns unvergesslich bleiben.« Seit mehr als 20 Jahren bestehen die Verbindungen zu den Reformierten in den Cevennen. Angefangen hat es 1982 mit Jugendlagern, aus denen dann eine beidseitige Freundschaft und Verbindung entstand. Die Reformierte Kirchgemeinde Grenchen half den Reformierten in St. Jean-du-Gard, finanziell die Heimstätte »Relais Abraham Mazel« zu sanieren. Höhepunkt der Beziehungen beider Gemeinden war 1992 die Unterzeichnung des Partnerschafts-Vertrages. Gegenseitige Besuche halten das unsichtbare Band der Freund- und Partnerschaft aufrecht.
Präsidentin und Präsident:
Edith Brühwiler und Jacques Rossel
Pfarrerin Christine Mielke-Gourio
Christine gewann - zusammen mit Marie-Pierre Manoë - am 1. November 2005 den Trail Cévenol, einen Crosslauf über 32 km rund um Anduze. Bravo Christine!
Vizepräsident und Bienenzüchter
Rolf Enggist und Yvon Rossel - zwei langjährige Freunde der Partnerschaft St. Jean-du-Gard und Grenchen
Abschied
Am Sonntagnachmittag reisten die Besucher aus St. Jean-du-Gard zurück. Sieben Tage in den Cevennen auf Spuren der HugenottenLisbeth Brosi am 13. September 2003 im »Grenchner Tagblatt« Vergangene Woche verbrachten 33 Mitglieder der Reformierten Kirchgemeinde Grenchen-Bettlach spannende Tage in den Cevennen. Neben dem Genuss der südfranzösischen Landschaft und ausserordentlicher Naturschönheiten befassten sich die Teilnehmenden mit der bewegten Geschichte der Hugenotten. Mit der reformierten Gemeinde des ca. 2.500 Seelen zählenden Dorfes Saint Jean-du-Gard ist die hiesige Kirchgemeinde seit vielen Jahren in freundschaftlichem Kontakt. So haben schon viele Jahrgänge von Grenchner und Bettlacher Konfirmanden Lager in Saint Jean-du-Gard verbracht. Um die dortige Unterkunft, das Haus »Abraham Mazel«, zu verbessern, wurden seit 1992 durch die Kirchgemeinde Grenchen-Bettlach Finanzen und praktische Handwerksarbeiten investiert. An zwei Abenden lernten die Grenchner viele Gemeindeglieder von St Jean-du-Gard kennen, für manche war es ein frohes Wiedersehen, und es begann ein lebendiger, heiterer Austausch in französischer Sprache. Auf einer Stadtführung erhielt die Reisegruppe Einblick in Geschichte und Situation des Dorfes, das im 17. und 18. Jahrhundert vorwiegend von der Seidenraupenzucht und der Seidenspinnerei lebte. Manch repräsentatives Bürgerpalais erinnert an diese Zeit. Die meisten müssten heute aber renoviert werden. Auf dem Programm stand der Besuch der »Grottes des Demoiselles», einer der grössten Tropfsteinhöhlen. Der eindrücklichste Saal darin wird mit einer Länge von 120 Metern, der Breite von 80 Metern und der Höhe von 50 Metern »la cathédrale« genannt. Die Fahrt auf den 1.565 Meter hohen Mt. Aigoual, wo sich ein über hundertjähriges Observatorium befindet, war ein weiterer Höhepunkt der Reise, bot dieser exponierte Gipfel doch eine grossartige Rund- und Weitsicht über die Cevennen bis zum Meer und zum Mont Ventoux. Der Besuch des grossen Marktes von Uzes, des gut erhaltenen römischen Aquäduktes Pont-du-Gard sowie der historischen Stadt im Süden, Aigues-Mortes, waren weitere interessante Stationen. Unweit von St. Jean-du-Gard liegt das Dörfchen Mialet, wo sich beim Mas Soubeyran das so genannte »Musée du Désert« befindet. Darin wird man in die lange, bewegte Zeit der Reformation in Frankreich versetzt, welche von Mitte des 16. bis Anfang des 18. Jahrhundert dauerte und Tausende das Leben kostete. Viele Gläubige, sie wurden Hugenotten genannt, flohen ins Ausland, auch in die Schweiz. Jedes Jahr gedenken die Reformierten Frankreichs am ersten Sonntag im September der leidvollen Vergangenheit mit einem Gottesdienst beim Musée du Désert in Mialet. An diesem Gottesdienst, welcher im Freien unter alten Eichen stattfand, hat auch die Reisegruppe aus Grenchen teilgenommen. Über 15.000 Gläubige kamen zusammen aus ganz Frankreich und aus dem Ausland. Diese Assemblée wird den Teilnehmenden unvergesslich bleiben. |