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| Montag 06. Februar 2012 | Kontakt | Letzte Änderung: 25. Januar 2012 |
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Geborgen in Gottes Hand |
Geborgen in Gottes Hand
So haben viele Menschen Abschied nehmen müssen, den Abschied, den wir Lebenden als so endgültig empfinden: der Abschied am Totenbett, der Abschied am Grab. Geschichten, die noch nicht zu Ende sind, werden von heute auf morgen abgebrochen. Ob wir leben, ob wir sterben - wir sind immer in Gottes Hand.
Viele Menschen haben diesen Abschied erlebt - als Abschied von einem alten Menschen, der lebenssatt und zufrieden zurückblicken konnte, als Abschied von einem jungen Menschen oder gar einem Kind, dem wir noch so viele Begegnungen in Zukunft gewünscht hätten, als Abschied von einem geliebten Menschen, der eine Lücke bei uns zurücklässt. Bei all diesen Abschieden, selbst wenn wir der Meinung sind, dass dies doch das Beste für den Verstorbenen war, bleibt diese Lücke. In all diesen Abschieden liegt die Erfahrung, dass der Tod zu unserem Leben gehört. In diesen Momenten ist der einzige Trost, der uns weiter leben lässt, die Gewissheit, dass wir geborgen sind in Gottes Hand: Kein Mensch lebt für sich allein, kein Mensch stirbt für sich allein. Egal ob wir leben oder sterben, sind wir in Gottes Hand. In dieser Gewissheit erleben Christen den letzten Sonntag des Kirchenjahres, an dem in den meisten Gottesdiensten die Namen der Verstorbenen noch einmal ausgesprochen werden. In dieser Gewissheit beginnt nach dem Ende des Kirchenjahres ein neues: Wir bereiten uns vor auf das Fest, an dem wir die Geburt Gottes im Stall von Bethlehem feiern. (© Evangelische Kirche in Deutschland) Am Ende der letzte Abschied
Nach dem Tod treffen sich Angehörige mit dem zuständigen Pfarrer zu einem Gespräch, um mit ihm über das Leben des Verstorbenen und ihre Wünsche für den Gottesdienst zu sprechen. In seiner Ansprache blickt der Pfarrer auf das Leben des Verstorbenen zurück, spricht aber in erster Linie von der Auferstehungshoffnung der Christen und der Herrschaft des auferstandenen Jesus Christus über Lebende und Tote. Für Verstorbene, die zu ihren Lebzeiten aus der reformierten Kirche ausgetreten sind, kann auf Wunsch der Angehörigen, sofern sie Mitglieder der reformierten Kirche sind, eine Abdankung stattfinden. Eine ausgezeichnete und sehr umfangreiche Information zu «Abdankung - Beerdigung - Bestattung - Beisetzung» finden Sie auf der Seite Kirchenspots der Zürcher Kirche. Im letzten Jahr Verstorbene unserer Kirchgemeinde
Fragen zu Abdankung/BeerdigungWer entscheidet, wie ein verstorbener Angehöriger bestattet wird?Oft äussern Menschen Wünsche hinsichtlich ihrer Abdankung. Diese Wünsche sollen nach Möglichkeit respektiert werden. Wenn die Bestattungsform im Testament des/der Verstorbenen erwähnt ist, müssen sich die Angehörigen daran halten. Wenn keine Wünsche ausdrücklich geäussert wurden, entscheiden die Angehörigen in Absprache mit der Pfarrerin/dem Pfarrer nach der Abdankungsliturgie der Kirchgemeinde. Kann jemand, der nicht in der Kirche war, kirchlich beerdigt werden?Wer aus der Kirche austritt, erklärt damit ausdrücklich auch, dass er auf die Dienste der Kirche in seinem weiteren Leben verzichten will und also eine kirchliche Abdankung für sich gerade nicht wünscht. Es gibt Alternativen zur kirchlichen Abdankung (freiberufliche Theologen, weltliche Abdankungsredner, Redner atheistischer Organisationen). Die Kosten für solche Redner/innen müssen von den Angehörigen bezahlt werden. Meistens kann Ihnen der Bestatter die Adressen solcher Personen geben. Wenn die Angehörigen eines aus der reformierten Kirche ausgetretenen Verstorbenen Mitglied der reformierten Kirche sind und den Trost des Gotteswortes in einer kirchlichen Abdankung suchen, kann selbstverständlich eine Abdankung im ortsüblichen Rahmen stattfinden. Gibt es eine ökumenische Abdankung?Nein. Die Abdankung erfolgt in der Regel in der eigenen Konfession. Kann jemand, der Selbstmord begangen hat, kirchlich bestattet werden?Ja! Ein Selbstmord ist in der reformierten Kirche kein Hinderungsgrund für eine kirchliche Abdankung. Was ist eine "Aussegnung"?Nach alter Tradition wurde vom Verstorbenen in seinem Haus oder seiner Wohnung mit der Bitte um den Segen Gottes Abschied genommen. Anschliessend begab sich die Trauergemeinde zur Kirche oder zum Friedhof. An einigen Orten gibt es diese Tradition immer noch. Kann ich auf einem Friedhof meiner Wahl bestattet werden?Mit der Kirche gibt es dabei keine Probleme, gehören die Friedhöfe doch normalerweise den Einwohnergemeinden. Es liegt eher an den örtlichen Friedhofsordnungen, ob sie eine Bestattung Auswärtiger zulassen. Was kostet eine Abdankung?Neben den Kosten für Sarg, Grab und Kränze können noch Gebühren für die Nutzung der Abdankungshalle hinzukommen. Die Friedhofsreglemente der Einwohnergemeinden legen diese Gebühren fest. Findet die Abdankung in der Kirche statt, ist sie für Angehörige der Kirchgemeinde kostenlos. Kann bei einer Trauerfeier gesungen werden?Der Gemeindegesang kann hilfreich sein und Ihnen in Ihrem Schmerz Trost geben. Auch wenn Sie selbst nicht singen wollen oder können, gibt es meist Menschen im Trauergottesdienst, die mitsingen. (Nach einem Text der evangelischen Kirche in Deutschland) |