Montag 06. Februar 2012 Kontakt Letzte Änderung: 25. Januar 2012

Geborgen in Gottes Hand

Am Ende der letzte Abschied

Verstorbene der Kirchgemeinde

Fragen

 

Geborgen in Gottes Hand

 »Auf dem Tisch liegt das Buch, das sie mir zum Geburtstag geschenkt hat. Es ist ihr letztes Geschenk an mich. Mit 38 Jahren ist diese langjährige Freundin am Telefon zusammengebrochen. Später wurde sie dort tot gefunden. Medizinisch ist es keine grosse Sache, den Herzstillstand festzustellen, doch für uns Freunde fehlt ihr Lachen, ihre Stimme, ihre quirlige Art, ihre Radikalität.«

So haben viele Menschen Abschied nehmen müssen, den Abschied, den wir Lebenden als so endgültig empfinden: der Abschied am Totenbett, der Abschied am Grab. Geschichten, die noch nicht zu Ende sind, werden von heute auf morgen abgebrochen.

Ob wir leben, ob wir sterben - wir sind immer in Gottes Hand.

Viele Menschen haben diesen Abschied erlebt - als Abschied von einem alten Menschen, der lebenssatt und zufrieden zurückblicken konnte, als Abschied von einem jungen Menschen oder gar einem Kind, dem wir noch so viele Begegnungen in Zukunft gewünscht hätten, als Abschied von einem geliebten Menschen, der eine Lücke bei uns zurücklässt. Bei all diesen Abschieden, selbst wenn wir der Meinung sind, dass dies doch das Beste für den Verstorbenen war, bleibt diese Lücke. In all diesen Abschieden liegt die Erfahrung, dass der Tod zu unserem Leben gehört.

In diesen Momenten ist der einzige Trost, der uns weiter leben lässt, die Gewissheit, dass wir geborgen sind in Gottes Hand: Kein Mensch lebt für sich allein, kein Mensch stirbt für sich allein. Egal ob wir leben oder sterben, sind wir in Gottes Hand. In dieser Gewissheit erleben Christen den letzten Sonntag des Kirchenjahres, an dem in den meisten Gottesdiensten die Namen der Verstorbenen noch einmal ausgesprochen werden. In dieser Gewissheit beginnt nach dem Ende des Kirchenjahres ein neues: Wir bereiten uns vor auf das Fest, an dem wir die Geburt Gottes im Stall von Bethlehem feiern.

Evangelische Kirche in Deutschland)

Am Ende der letzte Abschied

GrabDie kirchliche Abdankung ist ein gemeinsames Abschiednehmen vom Verstorbenen, eine letzte Begegnung, die hilft, ihn wirklich loszulassen. Die Feier bietet Raum und Zeit, Bilder und Sprache für diesen Abschied. Sie findet in Form eines Gottesdienstes in der Abdankungshalle oder der Kirche statt. Bei einer Erdbestattung begleitet die Trauergemeinde den Verstorbenen bis zum Grab. Dort bittet der Pfarrer um den Segen für den Verstorbenen und die Lebenden. Bei einer Abdankung, der die Kremation folgt, wird wenige Tage später die Urne auf dem Friedhof beigesetzt.

Nach dem Tod treffen sich Angehörige mit dem zuständigen Pfarrer zu einem Gespräch, um mit ihm über das Leben des Verstorbenen und ihre Wünsche für den Gottesdienst zu sprechen. In seiner Ansprache blickt der Pfarrer auf das Leben des Verstorbenen zurück, spricht aber in erster Linie von der Auferstehungshoffnung der Christen und der Herrschaft des auferstandenen Jesus Christus über Lebende und Tote.

Für Verstorbene, die zu ihren Lebzeiten aus der reformierten Kirche ausgetreten sind, kann auf Wunsch der Angehörigen, sofern sie Mitglieder der reformierten Kirche sind, eine Abdankung stattfinden.

Eine ausgezeichnete und sehr umfangreiche Information zu «Abdankung - Beerdigung - Bestattung - Beisetzung» finden Sie auf der Seite Kirchenspots der Zürcher Kirche.

Im letzten Jahr Verstorbene unserer Kirchgemeinde

Dezember 2011
Hansruedi Müller-Schenk (*1933), Grenchen
Susanne Kaufmann-Witmer (*1926), Grenchen
Charlotte Marti-Weber(*1925), Bettach
Liselotte Rechsteiner-Zahnd (*1924), Grenchen
Vreny Stämpfli-Pfäffli (*1922), Bettlach
Irma Kummer-Siegenthaler (*1922), Grenchen
November 2011
Margot Rosmarie Schranz-von Burg (*1932), Bettlach
Gertrud Fluri (*192), Grenchen
Dieter Graeber-Furrer 1941 (*1928), Grenchen
Heidi Thomet-Schneider (*1939), Bettach
Margrit Rohrbach-Tanner (*1923), Grenchen
Rösli Ammann-Schärer (*1933), Grenchen
Frieda Ackermann-Kämpfer (*1923), Grenchen
Hans Wenger (*1934), Grenchen
Nelly Wullimann-Caccia (*1917), Grenchen
Jana und Elina Peter (*2011), Grenchen
Margaritha von Burg-Hertig (*1921), Grenchen
Oktober 2011
Bertha Schirmeier-Mosimann (*1928), Grenchen
Rudolf Max Roth-Simon (*1929), Grenchen
Gottfried Känel (*1928), Bettlach
Klara Häberli-Rüfli (*1923), Grenchen
Mathilde Marta Häni-Müller (*1927), Grenchen
September 2011
Othmar Richard (*1955), Muri
Mila Beatrice Zweifel-Schneeberger (*1925), Grenchen
Beatrice Walter-Stauffer (*1955), Grenchen
Bertha Jenni-Mettler (*1933), Grenchen
Erika Waelti-Schoch (*1945), Grenchen
André Hirt-Bucher (*1930), Grenchen
Hans Schär-Häberli (*1915), Grenchen
Carl Baumgartner-Nadler (*1923), Grenchen
Edwin Jakob-Streit (*1927), Grenchen
August 2011
Elsbeth Spielmann (*1935), Bettlach
Otto Tschanz-Müller (*1926), Bettlach
Herbert Horst Lauber (*1936), Grenchen
Mark Hening (*1982), Bettlach
Eveline Herter-Hofer (*1959), Biel
Viktoria Hirt-Strahm (*1916), Thun
Jakob Märki-Giauque (*1923), Grenchen
Katharina Bläuer-Hodel (*1930), Grenchen
Juli 2011
Gertrud Walker-Bobst (*1924), Grenchen
Elsa Wernli-Maritz (*1927), Grenchen
Marie-Madeleine Maboud-Feuz (*1920), Grenchen
Otto Meyer-Pichler (*1935), Bettlach
Ruth Piquet-Raemy (*1930), Heimberg
Hugo Remund-von Arx (*1918), Bettlach
Friedrich Eggimann-Nyffeller (*1927), Bettlach
Elisabeth Wälti-Schmalz (*1930), Grenchen
Thomas Kappeler (*1979), Grenchen
Rosalie Ferencz-Frey (*1935), Grenchen
Elisabeth Neuhaus-Hert (*1928), Grenchen
Anna Stettler-Imhof (*1919), Grenchen
Juni 2011
Hermann Aebersold-Châtelain (*1920), Solothurn
Liseli Kaufmann-Blatti (*1923), Grenchen
Rolf Werthmüller-Moll (*1936), Grenchen
Franz Alfred Schürch-Dürig (*1934), Grenchen
Paul Schott-Schmutz (*1934), Grenchen
Paul Oskar Sägesser (*1921), Grenchen
Johann Trösch-Schott (*1920), Grenchen
Georges Imhof-Brunner (*1914), Grenchen
Nelly Krähenbühl-Schweizer (*1927), Grenchen
Olga Richard-Spahni (*1912), Grenchen
Martha Brühschweiler-Weyermann (*1917), Grenchen
Patrik Philipp Wälti (*1973), Grenchen
Erna Egger-Wingeier (*1924), Grenchen
Mario Meyer (*1938), Grenchen
Mai 2011
Marlise Corbetti-Voumard (*1947), Grenchen
Fritz Salvisberg-Köfer (*1926), Grenchen
Frank Günter Obermayer (*1967), Grenchen
Gertrud Scheidegger-Zimmermann (*1917), Grenchen
Thérésia Bieri-Weber (*1920), Grenchen
Margaritha Gerber-Schmid (*1923), Grenchen
Marie Kämpfer-Hostetter (*1923), Grenchen
Ruth Neef-Schäfer (*1920), Bettlach
April 2011
Hermann Nyffenegger (*1929), Olten
Hanny Rebetez-Luder (*1932), Grenchen
Otto Schärer (*1939), Grenchen
Lina Renfer (*1916), Grenchen
Tristano Adriano Iob (*1980), Biberist
Ferdinand Scheller-Altermatt (*1924), Grenchen
März 2011
Liselotte Horisberger-Gilgen (*1930), Grenchen
Ursula Fasel-Kauz (*1946), Grenchen
Ernst Affolter-Grossenbacher (*1923), Davos
Elisabeth Sperisen-Stalder (*1928), Grenchen
Erich Müller-Flury (*1935), Grenchen
Ernst Sommer-Streit (*1914), Bettlach
René Weyeneth-Schaller (*1932), Bettlach
Monika Iannicelli (*1949), Grenchen
Februar 2011
Martha Radelfinger (*1914), Grenchen
Lian und Janis Affolter (*2011), Grenchen
Martha von Burg-Stieger (*1923), Grenchen
Rene Widmer-Küng (*1938), Grenchen
Willy Hug-Ramseier (*1924), Grenchen
Adelheid Maria Frey (*1931), Grenchen
Heinrich Schmidli-Schwarz (*1925), Grenchen
Januar 2011
Ernest Albert Rosa-Bauer (*1936), Grenchen
Mirta Rosa Bonometti-Vogt (*1930), Grenchen
Erwin Leisi (*1919), Grenchen
Hans Schild (*1917), Grenchen
Ernst Janz-Kilchenmann (*1922), Grenchen
Fred Wenger-Walti (*1935), Grenchen
Peter Schneeberger (*1956), Grenchen
Elisabeth Christen-Scheidegger (*1941), Grenchen
Samuel Theodor Wendel-Widmer (*1957), Grenchen
Lucie Zaugg-Berthoud-dit-Gallon (*1919), Grenchen

Fragen zu Abdankung/Beerdigung

Wer entscheidet, wie ein verstorbener Angehöriger bestattet wird?

Oft äussern Menschen Wünsche hinsichtlich ihrer Abdankung. Diese Wünsche sollen nach Möglichkeit respektiert werden. Wenn die Bestattungsform im Testament des/der Verstorbenen erwähnt ist, müssen sich die Angehörigen daran halten. Wenn keine Wünsche ausdrücklich geäussert wurden, entscheiden die Angehörigen in Absprache mit der Pfarrerin/dem Pfarrer nach der Abdankungsliturgie der Kirchgemeinde.

Kann jemand, der nicht in der Kirche war, kirchlich beerdigt werden?

Wer aus der Kirche austritt, erklärt damit ausdrücklich auch, dass er auf die Dienste der Kirche in seinem weiteren Leben verzichten will und also eine kirchliche Abdankung für sich gerade nicht wünscht. Es gibt Alternativen zur kirchlichen Abdankung (freiberufliche Theologen, weltliche Abdankungsredner, Redner atheistischer Organisationen). Die Kosten für solche Redner/innen müssen von den Angehörigen bezahlt werden. Meistens kann Ihnen der Bestatter die Adressen solcher Personen geben.

Wenn die Angehörigen eines aus der reformierten Kirche ausgetretenen Verstorbenen Mitglied der reformierten Kirche sind und den Trost des Gotteswortes in einer kirchlichen Abdankung suchen, kann selbstverständlich eine Abdankung im ortsüblichen Rahmen stattfinden.

Gibt es eine ökumenische Abdankung?

Nein. Die Abdankung erfolgt in der Regel in der eigenen Konfession.

Kann jemand, der Selbstmord begangen hat, kirchlich bestattet werden?

Ja! Ein Selbstmord ist in der reformierten Kirche kein Hinderungsgrund für eine kirchliche Abdankung.

Was ist eine "Aussegnung"?

Nach alter Tradition wurde vom Verstorbenen in seinem Haus oder seiner Wohnung mit der Bitte um den Segen Gottes Abschied genommen. Anschliessend begab sich die Trauergemeinde zur Kirche oder zum Friedhof. An einigen Orten gibt es diese Tradition immer noch.

Kann ich auf einem Friedhof meiner Wahl bestattet werden?

Mit der Kirche gibt es dabei keine Probleme, gehören die Friedhöfe doch normalerweise den Einwohnergemeinden. Es liegt eher an den örtlichen Friedhofsordnungen, ob sie eine Bestattung Auswärtiger zulassen.

Was kostet eine Abdankung?

Neben den Kosten für Sarg, Grab und Kränze können noch Gebühren für die Nutzung der Abdankungshalle hinzukommen. Die Friedhofsreglemente der Einwohnergemeinden legen diese Gebühren fest. Findet die Abdankung in der Kirche statt, ist sie für Angehörige der Kirchgemeinde kostenlos.

Kann bei einer Trauerfeier gesungen werden?

Der Gemeindegesang kann hilfreich sein und Ihnen in Ihrem Schmerz Trost geben. Auch wenn Sie selbst nicht singen wollen oder können, gibt es meist Menschen im Trauergottesdienst, die mitsingen.

(Nach einem Text der evangelischen Kirche in Deutschland)